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Familiengeschichte?

Warum Familiengeschichte?

Will man die Geschichte seiner Familie wirklich kennen lernen, dann darf man sich nicht damit zufrieden geben zu wissen, wer der GroßvaKesselter oder die Urgroßeltern waren, was sie trieben und wo der Heimatboden war, dem sie entsprossen. Es genügt nicht, nur die Ahnen zu zählen, sie schriftlich festzulegen, sie standesamtlich beglaubigen zu lassen und nun stolz darauf, alles nachweisen zu können, die Dokumente in den Schrank zu schließen. Man muss den Vorgängen und Geschehnissen der alten, längst vergangenen Zeit nachspüren, sich in sie hinein fühlen und -denken, die alte Zeit nacherleben!

Liest man sich hinein in Chroniken, in Geschichts- und Kirchenbücher und sonstigen Aufzeichnungen, bekommt man Grund- und Hypothekenbücher zu Gesicht, mit ihren interessanten Eintragungen, ihren Erb- und Prozess-Sachen, dann gehen einem wertvolle Erkenntnisse auf über Art, Entstehung und Herkunft der Familie, des Stammes und womöglich der Region in ihrer Gesamtheit.

(Alfred v. Wrycz-Reckowsky, Auszug aus Heft 8 Mitteilungen des Familienverbandes derer v. Rekowski, 1941)


Warum "meine" Familiengeschichte?

Teil der väterlichen Vergangenheit sind Begriffe wie "adelig", "Siegelring", "Wappentier", vielleicht aber auch "Respekt", "Aufrichtigkeit" und "Ehre", die – obwohl selbstverständlich Teil der Identität – nie besonderes hervorgehoben wurden. Soziales Engagement und Anteilnahme an der direkten Umwelt gehörten bei unseren Eltern immer dazu, das christliche Element durfte nicht fehlen. Das Materielle hingegen war niemals ein Thema, das ausgebreitet wurde. Die Prioritäten im Alltag waren immer ganz klar gesteckt, gewisse Dinge wie Kultur hatten keinen Preis.

Doch was bedeutet die Familienvergangenheit, und ist dies heute noch mit Verpflichtungen verknüpft? Inzwischen hat sich die Gesellschaft geändert, Normen, die noch vor 100 Jahren galten, sind nun Teil der Geschichte. Dennoch ist es wichtig, darüber etwas zu wissen, denn "Adel" wird heute oft nicht mehr ganz richtig verstanden. Es war eine Grundeinstellung, die zwar aus der Familientradition übernommen, aber ganz klar verinnerlicht werden musste, um zu überzeugen.

In den letzten Jahren habe ich mich vermehrt mit der Familiengeschichte und der Vergangenheit beschäftigt, um die (versunkene) Welt unserer Eltern besser verstehen zu können. Auszüge einer schriftlichen Zusammenfassung sollen hiermit dem interessierten Leser zur Verfügung gestellt werden.