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Das blaue Ländchen

"Das blaue Ländchen"

Beitrag aus Mitteilungen des Familienverbandes derer v. Rekowski (v. Rekowsky), Heft 2, 1934


Schon seit Jahrhunderten nennt der Volksmund das Gebiet der ost-pommerschen Kreise Lauenburg und Bütow, die das ehemalige Herzogtum Wenden umfassen, "Das blaue Ländchen". Es wird angenommen, daß dieser Name von dem endlos blauen Himmel, der sich im Herbst auf einige Wochen über dieses Gebiet spannt, herrührt. Die Ursache dieser Erscheinung sind vielleicht die große Menge von Seen in jenem Landstrich .Auch den Hohenzollernfürsten war diese Bezeichnung gut bekannt. Als Hauptmann von Rekowski, gebürtig aus Groß-Gustkow bei Bütow, seiner Zeit in Torgau diente, wurde er eines Tages von König Friedrich Wilhelm III. gefragt:

"Das Pommernland
Wird blaues Ländchen oft genannt;
Vielleicht, daß Ihr den Grund auch kennt,
Warum man das Pommernland so nennt?"

Freudig lachend antwortete der Hauptmann:

"Blau ist die Treue, Majestät!
Und wie es damit in Pommern steht,
Das haben die Pommern in treuer Wacht
Durch Taten erwiesen in mancher Schlacht!"

Da blitzte des Königs Auge über eine solche Auslegung des Namens:

"Ich weiß, daß der Pommer nie vergißt
, Daß Pommern das 'Blaue Ländchen' ist!"

Entnommen der Pommerschen Tagespost v. 8. 6. 1933 Nr. 129